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Gewerbegas 2026: Preisbestandteile, CO₂-Preis und Umrechnung

Was 2026 im Gewerbegaspreis steckt: Energiesteuer, CO₂-Preis, Konzessionsabgabe, Umsatzsteuer. Mit Beispielrechnung und Umrechnung von m³ in kWh.

Kurz gesagt

  • Auf Erdgas zum Verheizen fallen 2026 0,55 ct/kWh Energiesteuer an; Produzierendes Gewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft können eine Entlastung auf rund 0,41 ct/kWh beantragen.
  • Der CO₂-Preis liegt 2026 in einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne, laut Beispielrechnung sind das rund 1,0 bis 1,2 ct/kWh netto.
  • Die Gasspeicherumlage ist seit dem 1. Januar 2026 abgeschafft.
  • Kilowattstunden ergeben sich aus Kubikmetern mal Zustandszahl mal Brennwert; beide Faktoren stehen in der Regel auf Ihrer Gasrechnung.
  • Für Gasverbräuche unter rund 278 MWh im Jahr haben wir für 2026 keine amtliche Durchschnittszahl zum Preis gefunden.

Staatlich festgelegt sind 2026 vor allem vier Posten: die Energiesteuer von 0,55 ct/kWh, der CO₂-Preis mit einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne (laut Beispielrechnung rund 1,0 bis 1,2 ct/kWh netto), die Konzessionsabgabe von höchstens 0,03 ct/kWh bei Sonderverträgen und 19 Prozent Umsatzsteuer. Energie, Vertrieb und Netzentgelt kalkulieren Lieferant und Netzbetreiber, sie unterscheiden sich je nach Angebot und Netzgebiet. Einen amtlichen Durchschnittspreis für kleine Betriebe haben wir nicht gefunden. Das Statistische Bundesamt nennt für Nicht-Haushaltskunden mit 1.000 bis 10.000 Gigajoule Jahresverbrauch (rund 278 MWh bis 2,78 GWh) 8,11 ct/kWh im 1. Halbjahr 2026, ohne Mehrwertsteuer und abzugsfähige Steuern.

Welche Bestandteile stecken 2026 im Gewerbegaspreis?

Im Gewerbegaspreis stecken 2026 Energie und Vertrieb, das Netzentgelt, die Konzessionsabgabe, die Energiesteuer, der CO₂-Preis und die Umsatzsteuer. Die Gasspeicherumlage ist weggefallen. Die Tabelle zeigt, welche Werte gesetzlich festgelegt sind.

Bestandteil Höhe 2026 (netto) Gilt für Grundlage
Energie und Vertrieb frei kalkuliert alle Lieferverträge Ihr Liefervertrag
Netzentgelt je Netzgebiet unterschiedlich alle Entnahmestellen Preisblatt des Netzbetreibers
Konzessionsabgabe höchstens 0,03 ct/kWh; über 5 Mio. kWh je Abnahmefall keine Sondervertragskunden § 2 Abs. 3 und 5 KAV
Konzessionsabgabe höchstens 0,22 bis 0,40 ct/kWh je nach Gemeindegröße Tarifkunden in Grund- und Ersatzversorgung § 2 Abs. 2 KAV
Energiesteuer 0,55 ct/kWh Erdgas zum Verheizen § 2 Abs. 3 EnergieStG
Energiesteuer nach Entlastung rund 0,41 ct/kWh Produzierendes Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft, auf Antrag § 54 EnergieStG
CO₂-Preis 55 bis 65 €/t CO₂, laut Beispielrechnung rund 1,0 bis 1,2 ct/kWh im Gaspreis enthalten § 10 Abs. 2 BEHG
Gasspeicherumlage 0 ct/kWh (abgeschafft seit 1.1.2026, zuletzt 0,289 ct/kWh) alle Bundesregierung
Umsatzsteuer 19 % auf die Summe alle § 12 Abs. 1 UStG

Ein Sondervertrag ist jeder Liefervertrag außerhalb der Grund- und Ersatzversorgung, also der übliche Gewerbevertrag. Mehr zur Grund- und Ersatzversorgung im eigenen Ratgeber. Hinzu kommt in vielen Tarifen ein Grundpreis pro Monat oder Jahr.

Häufige Fehlannahme: „Auf Gas fallen 7 Prozent Umsatzsteuer an.“ Das ist veraltet. Die befristete Absenkung ist im Frühjahr 2024 ausgelaufen, es gelten wieder 19 Prozent.

Wie sich die Bestandteile verteilen, zeigt die BDEW-Gaspreisanalyse vom Oktober 2026 für kleine Industrieunternehmen mit 5 bis 50 Mio. kWh Jahresverbrauch. Von durchschnittlich 7,28 ct/kWh entfallen 5,74 ct auf Beschaffung, Netz und Vertrieb, 1,13 ct auf den CO₂-Preis und 0,41 ct auf die reduzierte Erdgassteuer; die Gasspeicherumlage steht bei null (2025: 0,29 ct). Die Werte gelten ohne erstattungsfähige Steuern, Durchschnitt aus vier Abnahmefällen.

Wie hoch ist der CO₂-Preis auf Erdgas 2026?

Der CO₂-Preis liegt 2026 zwischen 55 und 65 Euro je Tonne CO₂. Diesen Preiskorridor legt § 10 Abs. 2 BEHG fest. 2026 werden die Zertifikate im nationalen Emissionshandel erstmals versteigert, und die erste Auktion am 1. Juli 2026 endete beim Höchstpreis von 65 Euro je Zertifikat.

Ab November 2026 werden Restmengen unbegrenzt zum festen Überschussmengenpreis von 68 Euro je Zertifikat verkauft (Pressemitteilung der Börse EEX).

Häufige Fehlannahme: „Der CO₂-Preis 2026 liegt fest bei 55 Euro.“ Das stimmt nicht. 2026 gilt ein Korridor, und die erste Auktion lag an seinem oberen Ende.

Um den CO₂-Preis auf Ihre Rechnung zu übertragen, brauchen Sie einen Emissionsfaktor. Die Emissionsberichterstattungsverordnung 2030 nennt für Erdgas 0,0558 Tonnen CO₂ je Gigajoule, bezogen auf den Heizwert (EBeV 2030, Anlage 2). Gasrechnungen weisen Kilowattstunden aber auf Basis des Brennwerts aus. Der Rechenweg:

0,0558 t CO₂ je GJ × 3,2508 GJ je MWh = 0,1814 t CO₂ je MWh. Die 3,2508 GJ ergeben sich aus 3,6 GJ je MWh mal 0,903, dem Faktor für die Umrechnung vom Brennwert auf den Heizwert. Das Ergebnis: rund 0,181 kg CO₂ je abgerechneter Kilowattstunde.

Beispielrechnung: Emissionsfaktor mal Zertifikatspreis ergibt den CO₂-Anteil je Kilowattstunde.

Zertifikatspreis (Annahme) CO₂-Anteil netto CO₂-Anteil mit 19 % USt
55 €/t (Untergrenze 2026) rund 1,00 ct/kWh rund 1,19 ct/kWh
65 €/t (Obergrenze 2026, erste Auktion) rund 1,18 ct/kWh rund 1,40 ct/kWh

Zur Gegenprobe: Der BDEW weist für kleine Industriebetriebe 2026 einen CO₂-Anteil von 1,13 ct/kWh aus, also einen Wert innerhalb dieser Spanne. Prüfen Sie bei einer Preisgarantie, ob sie den CO₂-Preis einschließt; mehr dazu im Ratgeber Festpreis, Index oder dynamisch.

Beispielrechnung: Wie viel CO₂-Preis zahlt ein Betrieb mit 80.000 kWh?

Bei 80.000 kWh Gasverbrauch im Jahr stecken 2026 rechnerisch rund 800 bis 940 Euro netto CO₂-Preis in der Gasrechnung. Das ist rund doppelt so viel wie die Energiesteuer.

Beispielrechnung mit offen gelegten Annahmen: 80.000 kWh laut Rechnung, Emissionsfaktor 0,1814 kg CO₂ je kWh, Zertifikatspreis 55 oder 65 Euro je Tonne, der Lieferant gibt den CO₂-Preis vollständig weiter.

  1. CO₂-Menge: 80.000 kWh × 0,1814 kg = 14.512 kg, also rund 14,5 Tonnen CO₂.
  2. Bei 55 Euro je Tonne: 14,512 t × 55 € = rund 798 Euro netto.
  3. Bei 65 Euro je Tonne: 14,512 t × 65 € = rund 943 Euro netto.
  4. Mit 19 Prozent Umsatzsteuer: rund 950 bis 1.120 Euro brutto.
  5. Zum Vergleich die Energiesteuer: 80.000 kWh × 0,55 ct = 440 Euro netto.

Wer die Umsatzsteuer bei ordnungsgemäßer Rechnung als Vorsteuer abziehen kann (§ 15 UStG), rechnet mit den Nettowerten, alle anderen mit den Bruttowerten. Mehr dazu im Ratgeber Netto oder brutto.

Welche Betriebe zahlen weniger Energiesteuer auf Gas?

Weniger Energiesteuer zahlen nur Unternehmen des Produzierenden Gewerbes und der Land- und Forstwirtschaft, und auch sie nur auf Antrag. Sie können für Erdgas, das sie zu betrieblichen Zwecken verheizen, eine Entlastung von 1,38 Euro je MWh beantragen (§ 54 EnergieStG). Statt 0,55 ct/kWh bleiben dann rund 0,41 ct/kWh.

Wer zum Produzierenden Gewerbe zählt, richtet sich nach dem Stromsteuergesetz: Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden, Verarbeitendes Gewerbe, Energie- und Wasserversorgung sowie Baugewerbe. Handel, Gastronomie, Büros, Dienstleister und freie Berufe gehören nicht dazu. Details im Ratgeber Stromsteuer-Entlastung.

Wichtig ist der Sockelbetrag: Entlastet wird nur, soweit der Entlastungsbetrag im Kalenderjahr 250 Euro übersteigt. Rechnerisch entspricht das rund 181 MWh begünstigtem Erdgas pro Jahr.

Beispielrechnung: Ein Betrieb des Produzierenden Gewerbes verheizt 80.000 kWh Erdgas im Jahr. 80 MWh × 1,38 Euro ergeben 110,40 Euro Entlastung. Der Betrag liegt unter dem Sockel von 250 Euro, es gibt also nichts zurück. Erst oberhalb von rund 181 MWh bleibt ein Betrag übrig, und zwar nur der Teil über 250 Euro.

Den früheren Spitzenausgleich nach § 55 EnergieStG gibt es nicht mehr. Die Entlastung nach § 54 gilt bis zum Auslaufen der beihilferechtlichen Freistellung bei der EU-Kommission.

Die Gasspeicherumlage ist seit dem 1. Januar 2026 abgeschafft

Seit dem 1. Januar 2026 fällt keine Gasspeicherumlage mehr an. Zuletzt betrug sie 0,289 ct/kWh. Die Kosten übernimmt der Bund, und die Entlastung gilt laut Bundesregierung für Haushalte und Unternehmen. Grundlage ist das Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes sowie zur Änderung des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes, in Kraft seit dem 28.11.2025.

Beispielrechnung: Beim zuletzt gültigen Satz von 0,289 ct/kWh entfielen bei 80.000 kWh rund 231 Euro netto im Jahr auf die Umlage. Weist Ihre Rechnung für Lieferungen ab Januar 2026 noch eine Gasspeicherumlage aus, fragen Sie bei Ihrem Lieferanten nach.

Wie geht es beim CO₂-Preis 2027 und 2028 weiter?

Für 2027 soll der Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne bleiben. Das hat der Bundestag am 15.10.2026 mit dem Dritten Gesetz zur Änderung des BEHG beschlossen. Bundesrat und Verkündung im Bundesgesetzblatt stehen Stand 31.10.2026 noch aus. Ab dem 1. Januar 2028 startet der EU-Emissionshandel für Gebäude und Straßenverkehr (EU-ETS 2).

Ohne das neue Gesetz würde sich der Preis 2027 nach dem geltenden § 10 BEHG an Durchschnittspreisen des EU-Emissionshandels ETS 1 orientieren. Die Ausschussfassung sieht außerdem einen Überschussmengenpreis von 71 Euro und einen Nachkaufmengenpreis von 73 Euro vor, gültig erst nach Verkündung.

Häufige Fehlannahme: „Der EU-Emissionshandel ETS 2 startet 2027.“ Das ist überholt. Der Rat der EU hat die Verschiebung auf den 1.1.2028 am 5. März 2026 formell angenommen.

Tritt das Gesetz wie beschlossen in Kraft, bleibt der rechnerische CO₂-Anteil 2027 für Zertifikate aus dem Korridor in derselben Spanne wie 2026; Zertifikate zum Überschuss- oder Nachkaufmengenpreis wären teurer. Wie sich der Preis ab 2028 im EU-System entwickelt, ist offen. Prüfen Sie bei Verträgen über 2027 hinaus, wie Änderungen beim CO₂-Preis behandelt werden.

Wie rechnen Sie Kubikmeter Gas in Kilowattstunden um?

Sie multiplizieren den Verbrauch in Kubikmetern mit der Zustandszahl und dem Brennwert: m³ × Zustandszahl × Brennwert = kWh. Beide Faktoren stehen in der Regel auf Ihrer Gasrechnung.

Ihr Gaszähler misst ein Volumen. Die beiden Faktoren bedeuten:

  • Die Zustandszahl rechnet das gemessene Volumen auf einen Normzustand um. Sie berücksichtigt Druck und Temperatur am Ort des Zählers.
  • Der Brennwert gibt an, wie viel Energie in einem Kubikmeter Gas im Normzustand steckt, in kWh je m³. Er hängt von der Gasqualität im Netz ab.

So gehen Sie vor:

  1. Zählerstand am Ende minus Zählerstand am Anfang des Zeitraums ergibt den Verbrauch in m³.
  2. Diesen Wert mit der Zustandszahl von der Rechnung multiplizieren.
  3. Das Ergebnis mit dem Brennwert von der Rechnung multiplizieren.
  4. Heraus kommt Ihr Verbrauch in kWh. Mit diesem Wert vergleichen Sie Tarife.

Wir nennen hier bewusst keine Standardwerte. Brennwert und Zustandszahl unterscheiden sich je nach Netz und Zählerstandort und können sich zwischen Abrechnungszeiträumen ändern. Nehmen Sie immer die Werte Ihrer Rechnung für den jeweiligen Zeitraum. Die so ermittelten Kilowattstunden sind brennwertbasiert, genau darauf bezieht sich der Faktor von 0,181 kg CO₂ je kWh.

Ab wann wird Gas registrierend gemessen?

Standardlastprofile wenden Verteilnetzbetreiber bei Letztverbrauchern bis zu einer maximalen stündlichen Ausspeiseleistung von 500 kWh pro Stunde und einer jährlichen Entnahme von bis zu 1,5 Mio. kWh an. Darüber wird stündlich registrierend gemessen (RLM).

Grundlage ist die Festlegung GaBi Gas der Bundesnetzagentur zusammen mit § 58 MsbG. Die frühere Regel in § 24 GasNZV ist mit Ablauf des 31.12.2025 außer Kraft getreten; Texte, die sie noch nennen, sind veraltet. Gasnetzbetreiber dürfen höhere Grenzen festlegen und unter bestimmten Voraussetzungen auch niedrigere. Abweichungen müssen sie der Regulierungsbehörde anzeigen.

Beim Strom liegt die Schwelle dagegen bei einem Jahresverbrauch über 100.000 kWh (§ 55 MsbG). Was die Messart für Ihre Kosten bedeutet, erklärt der Ratgeber SLP oder RLM.

Was kostet Gewerbegas pro Kilowattstunde?

Amtliche Durchschnittspreise haben wir für 2026 nur für größere Abnahmemengen gefunden, für kleine Betriebe unter rund 278 MWh keine amtliche Zahl. Die Tabelle zeigt die belegten Werte mit ihrem Abnahmefall.

Quelle und Zeitraum Abnahmefall Preis ohne USt und erstattungsfähige Steuern
Destatis, 1. Halbjahr 2026 Nicht-Haushaltskunden insgesamt 6,29 ct/kWh
Destatis, 1. Halbjahr 2026 1.000 bis 10.000 GJ (rund 278 MWh bis 2,78 GWh) 8,11 ct/kWh
BDEW, 2026 bisher kleine Industrie, 5 bis 50 Mio. kWh 7,28 ct/kWh
keine amtliche Quelle gefunden unter rund 278 MWh keine Zahl verfügbar

In den amtlichen Zahlen steigt der Preis je Kilowattstunde, je kleiner die Abnahmemenge ist. Einen Wert für Betriebe unter rund 278 MWh können Sie daraus aber nicht ableiten.

Ihren tatsächlichen Preis ermitteln Sie nur mit einem Vergleich für Ihre Postleitzahl und Ihren Verbrauch: Gewerbegas vergleichen. Vergleichen Sie dabei netto mit netto und brutto mit brutto. Grundlagen finden Sie im Bereich Gewerbegas.

Was sollten Sie auf Ihrer Gasrechnung prüfen?

Fünf Punkte genügen für einen schnellen Check:

  1. Verbrauch: m³ × Zustandszahl × Brennwert nachrechnen.
  2. Konzessionsabgabe: im Sondervertrag höchstens 0,03 ct/kWh.
  3. Gasspeicherumlage: darf für Lieferungen ab Januar 2026 nicht mehr auftauchen.
  4. Energiesteuer: Produzierendes Gewerbe oder Land- und Forstwirtschaft mit mehr als rund 181 MWh? Dann § 54 EnergieStG prüfen.
  5. Vertrag: Deckt die Preisgarantie den CO₂-Preis ab, und wann endet der Vertrag? Den letzten Kündigungstag berechnet der Fristenrechner.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Energiesteuer auf Gewerbegas 2026?

Für Erdgas zum Verheizen beträgt die Energiesteuer 0,55 ct/kWh (§ 2 Abs. 3 EnergieStG). Unternehmen des Produzierenden Gewerbes und der Land- und Forstwirtschaft können eine Entlastung von 1,38 Euro je MWh beantragen, dann bleiben rund 0,41 ct/kWh. Entlastet wird nur, soweit der Betrag im Kalenderjahr 250 Euro übersteigt.

Wie viel CO₂-Preis steckt in einer Kilowattstunde Gas?

Bei einem Zertifikatspreis von 55 bis 65 Euro je Tonne sind es 2026 laut Beispielrechnung rund 1,0 bis 1,2 ct/kWh netto, mit Umsatzsteuer rund 1,2 bis 1,4 ct/kWh. Grundlage ist der amtliche Emissionsfaktor, umgerechnet rund 0,181 kg CO₂ je abgerechneter Kilowattstunde.

Gibt es 2026 noch eine Gasspeicherumlage?

Nein. Die Gasspeicherumlage ist seit dem 1. Januar 2026 abgeschafft, zuletzt betrug sie 0,289 ct/kWh. Die Kosten übernimmt der Bund, die Entlastung gilt für Haushalte und Unternehmen.

Wie rechne ich Kubikmeter Gas in Kilowattstunden um?

Verbrauch in m³ mal Zustandszahl mal Brennwert ergibt den Verbrauch in kWh. Beide Faktoren stehen in der Regel auf Ihrer Gasrechnung und können sich je Abrechnungszeitraum unterscheiden. Pauschale Werte aus dem Internet ersetzen die Angaben Ihrer Rechnung nicht.

Ab welchem Verbrauch wird Gas registrierend gemessen?

Standardlastprofile gelten beim Gas bis zu einer stündlichen Ausspeiseleistung von 500 kWh pro Stunde und einer Jahresentnahme von bis zu 1,5 Mio. kWh. Darüber wird stündlich registrierend gemessen, Netzbetreiber dürfen abweichende Grenzen festlegen. Mehr im Ratgeber SLP oder RLM.

Quellen

  1. § 2 Energiesteuergesetz: Steuertarif
  2. § 54 Energiesteuergesetz: Steuerentlastung für Unternehmen
  3. § 55 Energiesteuergesetz (weggefallen)
  4. § 10 Brennstoffemissionshandelsgesetz: Preiskorridor
  5. EBeV 2030, Anlage 2: Standardwerte für Emissionsfaktoren
  6. EEX: Ergebnis der ersten nEHS-Versteigerung, Pressemitteilung vom 02.07.2026
  7. Deutscher Bundestag: Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes
  8. ICAP: EU verschiebt den ETS 2 um ein Jahr
  9. Bundesregierung: Abschaffung der Gasspeicherumlage
  10. § 2 Konzessionsabgabenverordnung: Bemessung und Höchstbeträge
  11. § 12 Umsatzsteuergesetz: Steuersätze
  12. § 15 Umsatzsteuergesetz: Vorsteuerabzug
  13. BDEW-Gaspreisanalyse Oktober 2026
  14. Statistisches Bundesamt: Gas- und Strompreise für Nicht-Haushaltskunden, 1. Halbjahr 2026
  15. BDEW-Leitfaden Standardlastprofile Gas, Stand 27.03.2026
  16. § 58 Messstellenbetriebsgesetz: Messung Gas
  17. § 55 Messstellenbetriebsgesetz: Messwerterhebung Strom

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