Gewerbestrom vergleichen
Tarife für Ihren Standort, dazu alles, was im Preis steckt: Steuern, Umlagen, Messung und Vertrag, Stand 2026.
Was Betriebe 2026 für Strom zahlen
23,66ct/kWh
Durchschnitt bei 20 bis 500 MWh Jahresverbrauch
Nicht-Haushaltskunden, 1. Halbjahr 2026, netto, vorläufig. Quelle: Statistisches Bundesamt
2,946ct/kWh
Umlagen 2026 zusammen
Eigene Rechnung: KWKG 0,446 + Offshore-Netzumlage 0,941 + Aufschlag für besondere Netznutzung 1,559 (erste 1 GWh). Quelle: Netztransparenz
3,621ct/kWh
Umlagen 2027 zusammen
Eigene Rechnung aus den am 26.10.2026 veröffentlichten Werten. Der Aufschlag für besondere Netznutzung 2027 ist vorläufig, solange der Netzentgelt-Zuschuss 2027 nicht beschlossen ist.
Für Kleinbetriebe unter 20 MWh Jahresverbrauch gibt es keine amtliche Durchschnittszahl. Ihren Preis zeigt der Vergleich für Ihre Postleitzahl.
Derselbe Strom, doppelt so viel Staat
Steuern, Umlagen und Abgaben sind gesetzlich festgelegt, aber nicht für jeden Betrieb gleich hoch. Zwei Stellschrauben entscheiden: ob Ihr Betrieb zum produzierenden Gewerbe zählt und ob für Sie der Konzessionsabgaben-Satz für Sondervertragskunden gilt.
Beispielrechnung, netto je kWh
| Bestandteil | Büro, Laden | Produktion |
|---|---|---|
| StromsteuerRegelsatz § 3 StromStG; mit Entlastung nach § 9b StromStG | 2,050 | 0,050 |
| Aufschlag für besondere Netznutzungfür die ersten 1 GWh je Abnahmestelle | 1,559 | 1,559 |
| Offshore-Netzumlage | 0,941 | 0,941 |
| KWKG-Umlage | 0,446 | 0,446 |
| KonzessionsabgabeTarifkundensatz in Gemeinden bis 25.000 Einwohner; Sondervertrag höchstens 0,11 | 1,320 | 0,110 |
| Summe | 6,316 | 3,106 |
Annahmen: Rechtsstand 2026, Verbrauch unter 1 GWh, Niederspannung. Fall 1 ohne Stromsteuer-Entlastung, Konzessionsabgabe für Gemeinden bis 25.000 Einwohner (in größeren Städten bis 2,39 ct). Fall 2 mit beantragter Entlastung nach § 9b StromStG (Sockel 250 Euro im Jahr) und über 30.000 kWh sowie über 30 kW in mindestens zwei Monaten. Ohne Energiepreis, Netzentgelt, Messung und 19 Prozent Umsatzsteuer.
Die Fragen, die vor dem Wechsel zählen
- Wie wechsle ich den Gewerbestromanbieter?Ablauf, Unterlagen und typische Fallstricke.
- Bis wann muss ich kündigen?Fristen, stille Verlängerung, Sonderkündigung.
- Was steckt im Gewerbestrompreis?Alle Bestandteile 2026 mit Quellen.
- Festpreis, Index oder dynamisch?Welches Preismodell zu welchem Betrieb passt.
- Bin ich Haushaltskunde oder Gewerbekunde?Was bis 10.000 kWh gilt und was darüber.
- Bekomme ich die Stromsteuer erstattet?Entlastung für produzierendes Gewerbe und Landwirtschaft.
- SLP oder RLM: Wie wird mein Strom gemessen?Grenzen, Smart Meter und was es kostet.
- Netto oder brutto vergleichen?Warum Vereine und Praxen anders rechnen müssen.
Häufige Fragen zu Gewerbestrom
Was kostet Gewerbestrom 2026?
Das hängt stark von Verbrauch und Anschluss ab. Laut Statistischem Bundesamt zahlten Nicht-Haushaltskunden mit 20 bis 500 MWh Jahresverbrauch im ersten Halbjahr 2026 im Schnitt 23,66 ct/kWh netto (vorläufig). Für Kleinbetriebe unter 20 MWh gibt es keine amtliche Durchschnittszahl. Den Preis für Ihren Standort zeigt der Vergleich.
Zahlen alle Betriebe seit 2026 weniger Stromsteuer?
Nein. Die Entlastung auf 0,05 ct/kWh gilt nur für das produzierende Gewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft, und nur auf Antrag beim Hauptzollamt. Handel, Dienstleister, Gastronomie, Büros und freie Berufe zahlen weiter 2,05 ct/kWh. Mehr im Ratgeber Stromsteuer.
Wie schnell kann ich den Anbieter wechseln?
Technisch wickeln die Netzbetreiber einen Stromlieferantenwechsel seit dem 6. Juni 2025 innerhalb von 24 Stunden ab. Wann Sie wechseln können, bestimmt aber Ihr bisheriger Vertrag mit Laufzeit und Kündigungsfrist.
Gibt es dynamische Stromtarife für Betriebe?
Ja. Seit dem 1. Januar 2025 muss jeder Stromlieferant Letztverbrauchern mit intelligentem Messsystem einen dynamischen Tarif anbieten, Betrieben ebenso wie Haushalten (§ 41a EnWG). Ob er sich lohnt, hängt davon ab, wie flexibel Sie Ihren Verbrauch verschieben können.